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I hate remembering

Manche Erinnerungen hat man gerne. Man erfreut sich an ihnen. Versucht sie festzuhalten und sich zu bewahren. Manche Erinnerungen versucht man mit allen Möglichkeiten loszuwerden und dennoch haften sie an einem als wären sie an einem festgeklebt. Man versucht den Kleber zu lösen aber es scheint einfach nicht zu funktionieren. Also muss man versuchen damit zu leben. Man muss sich damit arrangieren. 

Der Hoffnungsschimmer ist da: Irgendwann tut es nicht mehr so weh. Und gleichzeitig weiß man dass man sich selber damit belügt. Doch ohne diese kleine Hoffnung würde der Schmerz dich auffressen. Er zerrt an Dir bis er Dich irgendwann in Stücke reisst. Die Hoffnung hält Dich immer wieder zusammen. 

Kleines Mädchen. Großer Mann. Mama wo bist du? Niemand da. Keiner hilft. Alleine. Gerüche, Gedanken, Gefühle, Geräusche.... unbekannt, angsteinflößend und schmerzhaft. Bewegungen die man nicht kennt und die einen in Stücke zu reissen scheinen. Schmerzen die man kaum aushält und man versucht sich irgendwie von seinem Körper zu trennen. Man wünscht sich den Tod denn alles ist besser als das auszuhalten.

Ich war noch klein. 4 Jahre alt als ich das erste Mal sexuell missbraucht wurde. Oh mein Gott sie schreibt öffentlich über ihren Missbrauch. Ja verdammt das tue ich. Totgeschwiegen und verheimlicht wird das viel zu sehr. Das hier ist nur ein Blog von vielen und vielleicht rüttelt man damit keinen wach. Vielleicht erreicht man damit keine Person. Aber ich rede und schweige nicht mehr und wenn es nur hier ist. Es ist immernoch besser als es im Inneren zu verschließen und den Tätern, egal ob noch existent oder nicht, dadurch Macht zu geben.

Klar macht es Angst darüber zu reden. Das war immerhin das Schlimmste was ich hätte tun können. Sag kein Wort! Aber ich stelle mich der Angst und ich werde reden. Ich kann nur dann, NUR DANN, auch anfangen zu be- und verarbeiten.

2.2.11 20:55
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


L. (5.2.11 19:41)
Mich erreichst du.


extremo.phil (6.2.11 00:10)
Ich danke Dir für diese Worte, die bedeuten mir wirklich sehr viel.

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