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Neue Altlasten und alte Neulasten

Manchmal ist alles gut. Der Tag war abwechslungsreich, man war draussen, hat in der Wohnung einiges geschafft und Dinge erledigt. Abends kommt der Liebste nach Hause, das Essen hat man schon fertig. Man liegt auf dem Sofa, kuschelt und genießt die Zweisamkeit. Später liegt man dann im Bett, dreht sich auf die Seite, ist geschafft und müde und merkt wie man langsam in den Schlaf gleitet......

und plötzlich ist es als würde ein wahnsinniges Gewicht auf Dir liegen und Dir die Luft zum atmen nehmen. Aus dem Nichts hast du plötzlich alles was zur Zeit eher negativ ist vor Augen. Was noch alles gemacht und erledigt werden muss. Was geklärt werden muss. Ämtergänge, Unannehmlichkeiten, Sorgen, Ängste alles formt sich zu einem gewaltigen Brocken der in sekundenschnelle auf Dich zurast. Und du brauchst Luft weil du das Gefühl hast zu ersticken unter der Last wenn du liegen bleibst.

Die Nacht war sehr schlaflos. Plötzlich strömte alles auf mich ein. Zu viel, zu viel von innen und zu viel von aussen. Ich stehe immernoch vor einer riesigen Baustelle und manchmal erscheint diese Baustelle so groß dass es mir Angst macht und ich nur noch den Flucht gedanken nachgehen will. Flucht ist ein treuer und ergebener Begleiter. Sie ist immer da und bietet ihre Dienste an. Man hat sie immer als letzte Option in der Hinterhand. Aber es wäre zu leicht.

Zu leicht aber so verlockend. Zurück in alte Denkweisen und Verhaltensmuster. Zurück in die Dinge aus denen man sich so erfolgreich rausgekämpft hat. Seit 1 1/4 Jahren hat man nicht mehr zur Klinge gegriffen. Seit 3 Jahren betäubt man sich nicht mehr mit Medikamenten und seit 1 Jahr erbricht man das Essen nicht mehr. Es bleiben Schatten. Dunkle Schatten die dennoch so vertraut und bekannt sind. So dunkel und dennoch kennt man sie und würde sich ohne Probleme zurechtfinden.

So oft wünsche ich mich zurück. Wünsche mir die Zeit zurück in der ich kaltes Metall auf warmer Haut spürte und für den Moment glauben konnte dass alles gut ist. Heuchelei denn es war nie gut aber für den Moment glaubte man daran. Irgendwann erkennt man und sieht ein und man fängt an zu kämpfen. Man geht vorwärst und manchmal auch wieder rückwärts. Man fällt hin und steht wieder auf.

 

19.1.11 12:12
 


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